Hundefutter für kranke Hunde

Hundefutter für kranke Hunde

Viele Futterhersteller bieten auch spezielle Hundefutter für kranke Hunde an. Sie sollen den Hund schonend ernähren oder ihm helfen, rascher gesund zu werden oder nach einer Krankheit wieder zu Kräften zu kommen. Doch wann braucht ein Hund tatsächlich eine Spezialdiät? Wie findest du heraus, welches Hundefutter in Lebensmittelqualität das richtige für ihn ist, und wann solltest du mit einem Fütterungsproblem zum Tierarzt gehen?

In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit Futter für kranke Hunde. Du bekommst einen Überblick darüber, wann Spezialfutter angewandt werden. Außerdem erfährst du, wann du es selbst wählen und wann den Tierarzt fragen solltest.

Spezialfutter bei Verdauungsbeschwerden

Verdauungsprobleme treten bei Hunden sehr häufig auf. Meist liegt es daran, dass sie etwas Ungeeignetes gefressen haben. Für diese Fälle gibt es viele Rezepte für magenschonende Sonderkost, die du deinem Liebling vorübergehend verfüttern kannst. Sie sind meist sehr einfach zuzubereiten. Auch die Zutaten sind oft schon im Haus oder leicht im Supermarkt zu beschaffen. Achte bei der Auswahl aber darauf, welches Problem dein Hund genau hat. Nicht jede Schonkost eignet sich optimal für jede Situation. Manche Rezepte entlasten lediglich den Magen. Andere regen den Darm an, beruhigen ihn oder fördern die Widerherstellung einer aus dem Gleichgewicht geratenen Darmflora.

Allerdings ist keines dieser Rezepte für eine dauerhafte Fütterung gedacht. Sie sollen den Magen und Darm deines Lieblings lediglich für kurze Zeit entlasten, bis er sich von einer Verstimmung erholt hat. Je nach Inhaltsstoffen kann das Futter wenige Tage bis maximal zwei Wochen eingesetzt werden. Zeigt dein Hund auch danach noch Krankheitssymptome, solltest du ihn zum Tierarzt bringen. Vermutlich liegt mehr als nur eine Magenverstimmung vor.

Treten die Verdauungsprobleme immer wieder auf, könnte eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder ernste Krankheit vorliegen. Auch das ist ein Fall für den Tierarzt. Es kann aber auch am Futter liegen. Ist es von schlechter Qualität, kann ein Umstieg auf hochverdauliches normales Futter helfen. Eine Spezialdiät ist dann nicht erforderlich.

Schonkost bei akuter Krankheit und nach Operationen

Auch während einer Krankheit oder in der Erholungsphase nach einer Operation oder Behandlung mit starken Medikamenten ist manchmal Schonkost gefragt. In dieser Zeit ist der ganze Hund geschwächt. Oft hat er dann nicht genügen Energie, schwer verdauliche Nahrung zu verarbeiten. Viele Medikamente schädigen zudem die Darmflora und machen einen vorsichtigen Wiederaufbau erforderlich.

In diesen Fällen wird die Schonkost normalerweise vom behandelnden Tierarzt verschrieben oder empfohlen. Du kannst ihn aber auch selbst danach fragen, wenn sie dir sinnvoll erscheint oder dein Hund im Verlauf der Krankheit Verdauungsprobleme entwickelt. Bei der Auswahl und Anwendung hältst du dich dann am besten genau an seine Anweisungen.

Spezialfutter zur dauerhaften Anwendung

Bei chronischen Krankheiten kann es sein, dass bestimmte Futteranteile das Leiden verschlimmern. Eventuell darf auch ein notwendiges Medikament nicht mit ihnen kombiniert werden oder Magen und Darm werden durch es oder die Krankheit ständig belastet. Nach einer schweren Operation kann die Funktionsfähigkeit des Verdauungssystems dauerhaft verringert sein, zum Beispiel wenn die Gallenblase entfernt werden musste.

Außerdem kommen auch bei Hunden Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten vor. In diesen Fällen schadet ein für andere Hunde guter oder gar notwendiger Bestandteil des Futters dem Tier. Das macht ein Spezialfutter erforderlich, das frei von diesem Stoff ist.

Solche Spezialdiäten müssen sehr genau auf die jeweilige Situation abgestimmt sein. Meistens sind Ersatzzutaten erforderlich, um sicher zu stellen, dass der Hund trotz Verzicht auf bestimmte Bestandteile ausgewogen ernährt wird. Ein dauerhaft gefüttertes Spezialfutter muss ihn mit allen Vitaminen und Spurenelementen versorgen, die sein Körper langfristig benötigt.

Daher sollte ein solches Hundefutter für kranke Hunde immer nur in Absprache mit dem Tierarzt ausgewählt werden. Meistens gibt es für die Krankheit oder Allergie eigens entwickelte Produkte, die du kaufen kannst. Sie sind zwar oft teuer, du kannst dich aber darauf verlassen, dass ihre Zusammensetzung genau geprüft und im Labor getestet wurde. Seltener verschreibt der Tierarzt eine Spezialkost, die du selbst zubereiten musst. Halte dich dann genau an seine Anweisungen und experimentiere nicht herum. Der Tierarzt weiß am besten, wie du deinen kranken Liebling am besten versorgen kannst.