Hundefutter für alte Hunde

Hundefutter für alte Hunde

Im Alter werden Hunde genau wie Menschen weniger aktiv. Sie benötigen mehr Ruhe und auch ihre Verdauung wird langsamer. Viele Hersteller bieten daher eigene Hundefutter für alte Hunde an. Sie sollen einem verringerten Kalorienbedarf durch die geringere Aktivität gerecht werden. Doch wie sinnvoll ist die Futterumstellung im Alter? Wann sollte sie erfolgen und was ist bei der Wahl eines Seniorenfutters zu beachten? Die Antworten auf diese Fragen findest du in diesem Artikel.

Ist Spezialfutter für alte Hunde sinnvoll?

Alte Hunde sind weniger aktiv, als ihre jüngeren Artgenossen. Daher verbrauchen sie auch weniger Kalorien. Allerdings nimmt oft auch die Funktionsfähigkeit von Magen und Darm ab. Das bedeutet, dass sie ihr Futter schlechter verwerten und weniger Nährstoffe aufnehmen. Ein gutes Senioren Hundefutter sollte beiden Bedürfnissen entgegenkommen.

Leider handelt es sich bei vielen im Handel angebotenen Produkten allerdings um Trockenfutter. Das löst bereits bei jungen Hunden häufig Verdauungsbeschwerden aus, da seine Konsistenz es sehr schwer zu verdauen macht. Im Alter verlangsamt sich die Verdauung von Hunden zusätzlich. Die Gefahr von Verstopfung durch schwerverdauliches Futter steigt deutlich. Dazu kommt, dass auch die Zähne von alten Hunden oft nicht mehr in optimalem Zustand sind. Ein Umstieg ist also nur dann sinnvoll, wenn er auf ein hochverdauliches Nassfutter erfolgt.

Auch die Futterumstellung selbst stellt aber eine hohe Belastung für die Verdauung eines alten Hundes dar. Der Hundekörper ist an relativ eintönige Nahrung mit immer gleicher Nährstoffzusammensetzung angepasst. Ändert sie sich plötzlich, geraten Magen und Darm aus dem Gleichgewicht und der Hund reagiert mit Verdauungsbeschwerden, die gerade für ein altes Tier eine starke Gesundheitsbelastung darstellen.

Welche Alternativen gibt es?

In freier Wildbahn gibt es kein Sonderfutter für alte Tiere. Sie fressen dieselbe Beute, wie ihre jüngeren Rudelgenossen. Die Hundeverdauung ist durch die Evolution an diese Nahrung angepasst. Daher ist sie auch im Alter noch leicht zu verdauen und löst nur selten Beschwerden aus.

Hat der Hund bereits in jungen Jahren hochverdauliche naturnahe Kost erhalten, ist es daher besser, beim gewohnten Futter zu bleiben. Lediglich die Futtermenge und die Anzahl der Fütterungen müssen dann an die sich ändernden Bedürfnisse des Tieres angepasst werden.

Für Hunde, die bisher weniger leicht altersbedingter Schwächung und Verlangsamung der Verdauung kommt. Das neue Futter sollte ein hochverdauliches Nassfutter sein. Das kann ein spezielles Seniorenfutter oder ein hochwertiges Allgemeinfutter sein.

Der Zeitpunkt für die Futterumstellung

Ab wann ein Hund als Senior zu betrachten ist, ist individuell sehr verschieden. Als Faustregel gilt, dass man bei großen Hunden ab etwa 7, mittelgroßen etwa 8 und kleinen etwa 10 Jahren mit ersten Alterserscheinungen rechnen muss. Einzelne Tiere können aber auch schon früher oder erst später altern.

Damit die Futterumstellung möglichst schonend erfolgt, solltest du sie durchführen, bevor sich altersbedingte Verdauungsprobleme zeigen. Achte daher genau auf die ersten Anzeichen der Alterung. Typisch sind:

  • Häufigere und längere Schlaf- und Ruhephasen
  • Graue Haare an der Schnauze
  • Verringerte Bewegungsintensität (zum Beispiel selteneres oder weniger hohes Springen beim Spiel)

Bedenke, dass die Veränderungen meist schleichend erfolgen und sieh genau hin, wenn sich dein Hund dem Seniorenalter nähert.

Hochwertiges Hundefutter für alte Hunde erkennen

Die wichtigsten Auswahlkriterien für hochverdauliches Hundefutter sind:

  • Nassfutter
  • Fleisch- oder Fischanteil von mindestens 90 %
  • Kein Getreideanteil
  • Kein Zuckerzusatz
  • Keine chemischen Zusätze

Achte auch auf eine möglichst klare Angabe der Inhaltsstoffe. Unklare oder fehlende Informationen dienen oft dazu, minderwertige Qualität des Futters zu verstecken. Das Fleisch sollte gerade bei alten Hunden möglichst hochwertiges Muskelfleisch sein. Schlachtabfälle sind deutlich schwerer zu verdauen und enthalten weniger wertvolle Nährstoffe.

Als Lieferanten für Kohlenhydrate sind Reis und Kartoffeln besonders gut geeignet. Zudem sollte das Futter etwas Obst oder Gemüse und hochwertiges Öl enthalten. Diese Zutaten versorgen den alten Hund mit wichtigen Vitamine und Fettsäuren. Insbesondere Omega-3 Fettsäuren sind für alte Hunde wertvoll. Sie helfen bei der Vorbeugung und Linderung von Gelenksbeschwerden und unterstützen die eventuell nachlassende Gehirntätigkeit.